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dokKa 13 endet mit starkem Publikumszuspruch und neuen Impulsen

Das Festival wird mit großem ehrenamtlichen Engagement gestemmt.
Das Festival wird mit großem ehrenamtlichen Engagement gestemmt (Foto: dokKa / Damian Domes).

Das Dokumentarfestival Karlsruhe (dokKa) ist am vergangenen Sonntag mit einer positiven Bilanz zu Ende gegangen. Zwischen dem 13. und 17. Mai 2026 fanden zahlreiche Vorführungen, Filmgespräche und Begleitveranstaltungen in der Kinemathek Karlsruhe und der Schauburg statt. Nach Angaben der Veranstalter wurden über die verschiedenen Festivalformate hinweg rund 1.500 Teilnahmen verzeichnet – ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

 

Besonders gut angenommen wurden die beiden neuen Formate „dokKa Kids“ sowie das erstmals durchgeführte HfG-Screening. Vor allem die Präsentationen von Studierenden der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe stießen auf großes Interesse beim Publikum und sorgten für intensive Diskussionen über dokumentarische Formen und aktuelle Medienkunst.

Filmgespräche bleiben zentrales Markenzeichen

Ein wesentlicher Bestandteil des Festivals waren erneut die Gespräche mit Filmschaffenden sowie den Autorinnen und Autoren im Anschluss an die Vorführungen. Diese direkte Begegnung zwischen Publikum und Kreativen prägt seit Jahren den besonderen Charakter des Festivals und hebt dokKa von klassischen Kinofestivals ab. Auch die flankierenden Veranstaltungen wie das dokKa-Frühstück, Branchentreffen und die Festivalparty wurden laut Veranstalter stark frequentiert.

 

Erstmals wurde in diesem Jahr der dokKa-Förderpreis „Uschi und Bernhard Burger“ verliehen. Die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung ging an die Filmemacherin Jelena Ilić für ihren Debütfilm „Eine Krankheit wie ein Gedicht“. Die Jury würdigte insbesondere die Verbindung aus Zeichnungen, Archivmaterial und dokumentarischen Elementen zu einer eigenständigen filmischen Form. Der dokKa-Preis des SWR für die beste Hördokumentation ging an Ludwig Berger für „Im Ohr der Landschaft“, ein Feature über die taube Dichterin Josephine Dickinson.

Erfolgreiches Festival – dennoch schwierige Finanzierungslage

Trotz der positiven Resonanz bleibt die wirtschaftliche Situation des Festivals angespannt. Bereits im Vorfeld war öffentlich geworden, dass die Finanzierung des Festivals unter Druck steht. Das laufende Crowdfunding soll nach Angaben der Veranstalter dazu beitragen, die langfristige Zukunft des Festivals abzusichern und finanzielle Lücken auszugleichen. Die bisher eingegangenen Spenden haben wesentlich dazu beigetragen, die Durchführung von dokKa 2026 zu ermöglichen.

 

Gleichzeitig verweist das Festivalteam darauf, dass auch für die kommenden Ausgaben weiterhin zusätzliche finanzielle Unterstützung notwendig sei. Gerade kleinere Film- und Dokumentarfestivals stehen bundesweit zunehmend vor strukturellen Herausforderungen: steigende Veranstaltungs- und Personalkosten treffen vielerorts auf stagnierende Fördermittel und begrenzte Einnahmemöglichkeiten durch Ticketverkäufe.

 

Die nächste Ausgabe des Festivals soll vom 5. bis 9. Mai 2027 stattfinden. Nach dem starken Publikumsinteresse in diesem Jahr dürfte dokKa seine Rolle als wichtiger Treffpunkt für dokumentarische Film- und Medienkultur in Karlsruhe weiter festigen.

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