Dokumentarfilm "Alle anderen sind nicht gleich anders"

Die junge Studentin Mara (Nadine Knobloch) wird eines Tages bei einer Busfahrt Zeugin eines rassistischen Angriffs auf einen jungen schwarzen Mann durch zwei rechte Hooligans. Couragiert schreitet sie ein, während die anderen Fahrgäste wegsehen. Nach diesem einschneidenden Erlebnis begibt sie sich auf die Suche nach den Ursachen von Rassismus in unserer Gesellschaft.

 

 

Der Dokumentarfilm  „Alle anderen sind nicht gleich anders“ dokumentiert das Leben verschiedener Menschen mit Migrationshintergrund in der deutschen Gesellschaft. Der Film beginnt mit einem rassistischen Angriff auf einen schwarzen Jungen in einem öffentlichen Verkehrsmittel, der von der Studentin Mara beobachtet wird. Diese begibt sich im Anschluss auf die Suche, wie Rassismus in unserer Gesellschaft entsteht und welche Möglichkeiten es gibt, diesem zu begegnen.

 

Es werden Expertinnen und Experten (z.B. Deutschlands führender Integrationsforscher Prof. Dr. Klaus J. Bade oder die Migrationsforscherin Prof. Dr. Astrid Messerschmidt) interviewed, die die Intergrationsprobleme von Menschen thematisieren sowie Lösungsansätze bieten, welche Möglichkeiten existieren, Rassismus zu bekämpfen und Menschen fremder Herkunft den Zugang zur deutschen Kultur in Einklang zu ihren eigenen Normen und Werten zu erleichtern.

 

An diesen Erkenntnissen anknüpfend werden in der Region Karlsruhe lebende Menschen unterschiedlicher Ethnien und Religionen (z.B. aus Afrika, Asien, Muslime, Buddhisten etc.) begleitet, die sich u.a. in verschiedenen Kulturvereinen engagieren und Menschen, die neu nach Deutschland kommen, bei ihren ersten Schritten in dieser neuen und fremdartigen Welt begleiten.

 

Der Film stellt fest, dass die in der Gesellschaft existierenden Stereotype und Klischees über bestimmte Ethnien und Kulturen nicht der Realität entsprechen und häufig auch massenmediale Darstellungen unser Bild von bestimmten Kulturen prägen. Da diese Bilder insbesondere entstehen, je fremder und ferner eine solche Kultur zur eigenen Lebenswirklichkeit erscheint und es gerade äußere Merkmale eines Menschen sind, die zur Prägung solcher Bilder beitragen, soll es eine zentrale Aufgabe des Filmprojektes sein, diese Mechanismen aufzuzeigen, um so ein Umdenken anzuregen. Eine Botschaft des Films ist, dass dem Fremden nicht mit Furcht zu begegnen ist, sondern dieses eine Gesellschaft bereichern kann und so die Innovationskraft und Vielfalt der Menschen über neue Einflüsse und Sichtweisen voranbringen kann.

 

Die beteiligten Akteure reflektieren ihre eigene Situation und finden im Dialog mit den anderen Charakteren Antworten auf die bestehenden Fragen zum Thema Interkultureller Dialog und Rassismusbekämpfung. Der Dokumentarfilm bietet so ein wertvolles Dokument innerhalb einer postmodernen Welt, das darüber hinaus dem Zuschauer Möglichkeiten aufzeigen soll, wie Menschen unterschiedlicher Kulturen und Ethnien harmonisch zusammenleben können.

 

Das Projekt wurde maßgeblich durch die enge Zusammenarbeit mit dem Migrationsbeirat der Stadt Karlsruhe, dem internationalen Begegnungszentrum (IBZ), dem Kulturbüro der Stadt Karlsruhe und zahlreichen weiteren Kulturinstitutionen, die sich mit Interkultureller Kulturarbeit (z.B. Tollhaus, Volkshochschule, Stoffwechsel e.V.) befassen, ermöglicht, über die zum Einen der Kontakt zu verschiedenen Migrationsgruppen hergestellt werden und zum Anderen auch die notwendig erscheinenden Fragestellungen und die daran anknüpfenden möglichen Lösungsansätze entwickelt und für den Film inhaltlich angemessen aufbereitet werden konnte.