
Vom 13. bis 17. Mai 2026 wird Karlsruhe erneut zum Treffpunkt für dokumentarisches Erzählen: Das dokKa 13 – Dokumentarfestival Karlsruhe präsentiert 19 ausgewählte Dokumentarfilme und Hördokumentationen, ergänzt durch Gespräche mit den Machern und ein Programm, das auch junge Zuschauer für das Medium begeistert. Wer nicht vor Ort sein kann, hat zusätzlich die Möglichkeit, zahlreiche Beiträge in der dokKa +online Mediathek bis zum 24. Mai 2026 zu erleben.
Was Dokumentarfilm leisten kann, zeigt dokKa eindrücklich: Nähe herstellen, Perspektiven öffnen und Geschichten sichtbar machen, die sonst oft ungehört bleiben. Die diesjährigen Beiträge führen mitten hinein in persönliche und gesellschaftliche Realitäten.
Festival setzt auf Austausch mit Filmschaffenden
Da ist etwa ein Filmemacher, der gemeinsam mit Freunden aus drei Kontinenten den Wert von Wäldern neu entdeckt. Oder Frauen aus ehemaligen DDR-Betrieben, die drei Jahrzehnte später auf ihr Leben zurückblicken – und dabei deutlich machen, dass ihre Geschichte weit über den Arbeitsalltag hinausgeht. Und nicht zuletzt die Annäherung einer Tochter an ihren Vater, die versucht zu verstehen, was lange unausgesprochen blieb. Diese Vielfalt ist kein Zufall: Aus rund 180 Einreichungen wurden 19 Arbeiten für das Programm ausgewählt, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden sind und Themen verhandeln, die aktueller kaum sein könnten.
Ein wesentliches Merkmal von dokKa ist der direkte Austausch. Nach jeder Vorführung stehen die Regisseure und Autoren für Gespräche mit dem Publikum zur Verfügung. Diese Dialoge eröffnen zusätzliche Perspektiven, vertiefen das Gesehene und machen das Festival zu einem Ort lebendiger Auseinandersetzung.
Der Startschuss fällt am 13. Mai mit dem Eröffnungsabend in der Kinemathek Karlsruhe. Ab 18:30 Uhr lädt das Festivalteam zum gemeinsamen Anstoßen im Foyer ein, bevor um 19:00 Uhr das offizielle Programm beginnt. Festivalleiter Nils Menrad gibt einen Ausblick auf die kommenden Tage, bevor der Eröffnungsfilm „Im Umkreis des Paradieses“ von Yulia Lokshina gezeigt wird. Die Regisseurin ist anwesend und kommt im Anschluss mit dem Publikum ins Gespräch. Einige Tickets für die Eröffnung sind noch verfügbar.
Neben den Vorführungen vor Ort bietet die dokKa +online Mediathek eine digitale Erweiterung des Festivals. Ab dem 13. Mai, 19 Uhr, stehen ausgewählte Arbeiten sowie alle Gespräche online zur Verfügung – abrufbar bis zum 24. Mai, 23 Uhr. Damit wird das Festival auch über Karlsruhe hinaus zugänglich und ermöglicht eine flexible Teilnahme.
dokKa 13 verspricht fünf Tage intensiver Begegnungen – mit Filmen, die nachwirken, Gesprächen, die weiterführen, und einem Publikum, das neugierig bleibt. Ob in der Kinemathek oder der Schauburg, vor Ort oder online: Dieses Festival zeigt, wie kraftvoll dokumentarisches Erzählen sein kann.
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