
In nächtlichen Außendrehs steckt oft Magie – aber auch Gefahr. Künstliches Licht stört nicht nur nachtaktive Tiere, sondern kann ganze Ökosysteme durcheinanderbringen, wie aktuell die Stadt Karlsruhe informiert. Besonders betroffen sind Insekten, Fledermäuse, Amphibien, Vögel und Pflanzen. Licht zieht Insekten an, lässt sie erschöpft verenden oder Fressfeinden zum Opfer fallen. Fledermäuse und Zugvögel verlieren ihre Orientierung. Pflanzen werfen später ihre Blätter ab, was sie frostempfindlich macht.
Auch Menschen sind betroffen: Kunstlicht beeinflusst den Hormonhaushalt, stört Schlafrhythmen und kann langfristige Gesundheitsschäden verursachen. Lichtverschmutzung ist also nicht nur eine Frage der Ästhetik – sondern der Verantwortung.
Dabei lässt sich am Set schon mit einfachen Mitteln viel erreichen: weniger Licht, gezielter Einsatz, warmweiße LED mit geringem Blauanteil, lichtdichte Leuchten, Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder. Je dunkler der Himmel bleibt, desto größer der Beitrag zum Naturschutz. Wer nachhaltig produzieren will, sollte auch bei der Lichtplanung auf „weniger ist mehr“ setzen.
Tipps gegen Lichtverschmutzung beim Dreh:
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🎯 Zielgerichtet beleuchten: Nur dort, wo es notwendig ist – keine Streu- oder Himmelsbeleuchtung.
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🔦 Licht nach unten richten: Nach oben abgeschirmte Leuchten verwenden.
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🌙 LEDs mit max. 3.000 Kelvin: Warmweiß statt kaltweiß – geringerer UV-/Blaulichtanteil.
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⏱ Zeitschaltuhren & Bewegungsmelder: Licht nur bei Bedarf aktivieren.
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🔌 Lichtquellen abschalten: Bei Pausen oder Nichtgebrauch ganz ausschalten.
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🌱 Keine Bäume, Wiesen, Fassaden beleuchten: Lebensräume schonen.
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🧱 Innenlicht abdunkeln: Rollläden, Jalousien oder Verdunkelungsvorhänge nutzen.
Support gibt das Green Office Karlsruhe:
Bei der Umsetzung unterstützen Sie am Set entsprechend qualifizierte Green Consultants, zum Beispiel auch die des Green Office Karlsruhe.
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