Der Film CITIZEN VIGILANTE erhielt in Deutschland anfangs keine FSK-18 – international kursierte daraufhin die Erzählung eines "Staatsverbots". Tatsächlich ist die FSK keine Behörde, sondern die freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Nur Indizierung durch die BzKJ oder ein Gerichtsurteil könnten den Film wirklich einschränken. Wir haben den Film genau unter die Lupe genommen. Dieser zeigt explizite Gewalt, legitimierte Selbstjustiz und eine migrantisch codierte Feindbilddramaturgie.
Was ist der erfolgreichste Film aller Zeiten? Die Antwort ist komplexer, als es die Box-Office-Listen vermuten lassen. Nach weltweitem Einspielergebnis führt AVATAR – AUFBRUCH NACH PANDORA, doch nach inflationsbereinigtem Erfolg und Zuschauerzahlen gilt häufig VOM WINDE VERWEHT als Maßstab. Der Artikel erklärt, warum Ticketpreise, Wiederaufführungen und Kinogeschichte unterschiedliche Sieger hervorbringen – und was „Erfolg“ im Kino wirklich bedeutet. Eine spannende Spurensuche im Hollywood-Kino.
Ab dem 1. Juli öffnet das Karlsruher Traditionskino Universum City unter neuer Leitung. Mit dem Betreiberwechsel soll das Kino nicht nur erhalten bleiben, sondern auch neue Impulse erhalten. Geplant sind Filmreihen, Sonderveranstaltungen, Sneak Previews und Angebote für lokale Filmschaffende. Das Universum City bleibt damit ein wichtiger kultureller Treffpunkt in der Karlsruher Innenstadt und startet mit frischen Ideen in die Zukunft.
Das Kino im Blauen Salon startet ins Sommersemester 2026 unter dem Motto „Aller Anfang ist schön!“ und stellt Regiedebüts in den Mittelpunkt. Anlass ist ein Jubiläum rund um die erste 35mm-Vorführung 2016. Ergänzt wird das Programm durch Filmgespräche, Workshops und Reihenformate. Highlight ist das Open-Air-Kino im Juni. Der Eintritt ist frei.
„Karlsruheerleben“ ist eine 72-minütige filmische Chronik der Fächerstadt – von der Gründungsidee Karl Wilhelms bis zur heutigen Technologie-, Rechts- und Wissenschaftsstadt. Historische Recherche verbindet sich mit Luftaufnahmen, Timelapse-Sequenzen und fließenden Kamerabewegungen zu einem ruhigen Stadtporträt. Eigenständig realisiert und trotz gesundheitlicher Herausforderungen vollendet, erzählt der Film Karlsruhe als gewachsene Einheit aus Geschichte und Gegenwart.
Die Diskussion um eine Investitionspflicht für Streaminganbieter ist kein kulturpolitisches Randthema, sondern eine existenzielle Frage für den Filmstandort Deutschland. Wenn verbindliche Regeln durch freiwillige Zusagen ersetzt werden, geraten Produktionen ins Wanken, Arbeitsplätze verschwinden und die kreative Substanz einer ganzen Branche wird geschwächt. Warum eine politisch angekündigte und rechtlich machbare Lösung aufgegeben wird, muss transparent erklärt werden.
Karlsruhe hat eine lebendige Filmszene. Viele Film- und Medienschaffende sind dabei Mitglied im Filmboard Karlsruhe – dem größten Filmnetzwerk in der Region – organisiert. Künftig möchten wir regelmäßig verschiedene Filmschaffende vorstellen. Wir starten mit dem Multitalent Isis Chi Gambatté, die als Schauspielerin, Coach, Komponistin, bildende Künstlerin und sozial engagierte Netzwerkerin tätig ist.
Jetzt nur kurz mal so…! – das klingt beiläufig, ist es aber ganz und gar nicht. Dieses vom Filmboard Karlsruhe kuratierte Kurzfilmprogramm am 21.12.2025 zeigt, wie intensiv, überraschend und berührend ein „nur mal so“ sein kann. Von stillen Momenten an der dänischen Küste über die rebellische Spielfreude syrischer Zwillingsschwestern bis hin zu animierten Erinnerungen an eine Welt im Ausnahmezustand: Hier begegnen sich Realität und Fantasie, Humor und Schmerz, Aufbruch und Erinnerung.
Die vier Verbände HdF, AG Kino, BkF und AG Filmfestival fordern eine ausgewogene Filmförderung, die Produktion und Rezeption stärker verbindet. Filme entfalten ihre kulturelle und gesellschaftliche Wirkung erst, wenn sie im Kino oder auf Festivals sichtbar werden. Kinos und Festivals schaffen bundesweit kulturelle Begegnungsorte. Gefordert wird eine Förderpolitik, die die gesamte Wirkungskette des Films bis zum Publikum berücksichtigt.
Am 8. Dezember 2025 lädt der Blaue Salon der HfG Karlsruhe zu einem cineastischen Abend über die oft übersehene Neue Münchner Gruppe (1964–1972). Der Filmwissenschaftler Dr. Marco Abel (University of Nebraska-Lincoln) präsentiert sein neues Buch „Mit Nonchalance am Abgrund“, begleitet von Kurzfilmen u. a. von Rudolf Thome, Klaus Lemke und May Spils. Ein Abend über ein verspieltes, urbanes und eigensinniges Kapitel der westdeutschen Filmgeschichte.