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Film-Tipp: Karlsruheerleben – eine filmische Chronik aus persönlicher Perspektive

Filmemacher dreht persönliches Porträt der Stadt Karlsruhe.
Filmemacher dreht persönliches Porträt der Stadt Karlsruhe (Foto: Jürgen Weissgerber).

Der 72-minütige Film „Karlsruheerleben“ von Jürgen Weissgerber ist als persönliche filmische Chronik der Stadt Karlsruhe entstanden. Ausgangspunkt war die Faszination für die Gründungsidee der Fächerstadt und ihre Entwicklung von der markgräflichen Residenz bis zur heutigen Technologie-, Rechts- und Wissenschaftsstadt. Historische Hintergründe verbinden sich im Film mit aktuellen Luftaufnahmen, Timelapse-Sequenzen und atmosphärischen Stadtbildern zu einem ruhigen, kontinuierlichen Porträt.

 

Der Film folgt der Geschichte Karlsruhes von der Legende um Markgraf Karl Wilhelm über die klassizistische Prägung durch Friedrich Weinbrenner bis hin zu Institutionen wie dem Bundesverfassungsgericht, dem KIT oder dem ZKM. Neben bekannten Wahrzeichen rücken bewusst auch stille Orte, landschaftliche Räume und weniger beachtete Details in den Fokus. So entsteht ein Blick auf Karlsruhe, der Geschichte und Gegenwart nicht trennt, sondern als gewachsene Einheit versteht.

Der Film entstand über mehrere Jahre

Das Projekt wurde vollständig eigenständig realisiert – von der historischen Recherche über Dreh, Schnitt und Farbgestaltung bis zur gesprochenen Kommentierung. Neben klassischen Drohnenaufnahmen kamen auch eigens entwickelte, fließende Kamera- und Zoombewegungen zum Einsatz, bei denen verschiedene Brennweiten kombiniert wurden, um räumliche Tiefe und Kontinuität innerhalb einer Bewegung erlebbar zu machen. Ergänzt werden diese Perspektiven durch aufwendig produzierte Timelapse-Sequenzen, die Tages- und Jahreszeiten sichtbar machen und dem Film seinen ruhigen, gleitenden Charakter verleihen.

 

Die Arbeit an diesem Film war körperlich nicht selbstverständlich. Gesundheitliche Einschränkungen begleiteten die Entstehung über mehrere Jahre hinweg. „Trotzdem“ wurde dabei zum Leitmotiv – als bewusste Entscheidung, ein begonnenes Werk konsequent zu Ende zu führen und nicht auf halbem Weg stehen zu bleiben.

 

„Karlsruheerleben“ versteht sich nicht als touristischer Imagefilm, sondern als filmisches Porträt einer Stadt, deren Identität aus Geschichte, Recht, Wissenschaft, Kultur und Natur gleichermaßen erwächst – erzählt aus einer sehr persönlichen und unabhängigen Perspektive.

Der Film auf YouTube:

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Kommentare: 2
  • #1

    Dirk Keil (Donnerstag, 07 Mai 2026 19:17)

    Leider finde ich den Film nur in Ansätzen gelungen. Es werden viele Personen und Orte gar nicht genannt, wie bspw. Carl Drais, der botanische Garten, der KSC etc.
    Warum es immer wieder Sequenzen zum Kraichgau gibt und auch noch Ertl gezeigt wird, erschließt sich mir nicht.

  • #2

    Jürgen Weissgerber (Sonntag, 31 Mai 2026 10:22)

    Ja, es fehlt von Carl Drais, richtig, der botanische Garten ist aber drin. Tja das Thema KSC; der war zu hochmütig mir eine Dreherlaubnis zu geben. Ich habe 5 Mal angefragt, keine Antwort. Ebenso die Schauburg und noch einige andere. Leider kann man nicht so aufnehmen was man gerade sieht. Um näher darauf einzugehen, muss man sich schon eine Drehgenehmigung einholen. Viele waren interessiert, manche nicht. Daran muss man sich halten. Nun Drais ist zwar Karlsruher gewesen, doch hat er die Erfindung des Laufrades in Mannheim gemacht. Am 12. Juni 1817 war die Jungfernfahrt. Zu dem Karlsruher Umfeld: es war für mich interessant in welchem Umfeld die Stadt Karlsruhe eingebettet liegt. Der schöne Kraichgau ist für viele Karlsruher ein Freizeitziel, ebenso wie das Tor zum Schwarzwald, Ettlingen. Wenn ich über eine Stadt berichte, so schaue ich mich auch in der Umgebung um. Es wurde nie als Doku über Karlsruhe angeboten. Es ging immer darum, der Geschichte zu folgen und manches was im Alltag an Schönheit links liegen bleibt in den Mittelpunkt zu stellen. Das Planen, das Entstehen und Wachsen unserer Stadt. Wachsen kann sie nur in das Umfeld.