Das Projekt „Im Labyrinth der Demokratie: Finde Deinen Weg!“ wird mit neuen VR-Episoden zu verschiendenen Artikeln des Grundgesetzes kontinuierlich weiterentwickelt. In den verschiedenen immersiven Szenarien bekommen die teilnehmenden Jugendlichen demokratische Grundwerte nicht nur vermittelt, sondern sie können dieese unmittelbar erleben und reflektieren.
Im Zentrum stehen Entscheidungssituationen, moralische Konflikte und gesellschaftliche Fragen: Wie gehen wir mit Wahrheit und Manipulation um? Was bedeutet Verantwortung in einer Demokratie? Wann wird aus Meinungsmache eine Gefahr für das Gemeinwesen? Die VR-Erfahrung macht diese Fragen emotional erfahrbar und verbindet filmisches Storytelling mit interaktiver politischer Bildung.
Hans lebt am Rand der Gesellschaft. Mit einer Tasche voller Habseligkeiten zieht er als Flaschensammler durch die Stadt und begegnet Menschen, die ihn meistens ignorieren. Doch zwei Halbstarken ist er ein Dorn im Auge und sie greifen ihn in einem Park an. Eine junge Mutter beobachtet die Situation und steht vor der schwierigen Entscheidung: soll sie eingreifen oder sich und ihre Tochter schützen?
Die Jugendlichen erleben die Situation aus unmittelbarer Nähe und müssen entscheiden, wie sie mit Hans umgehen.
Dabei stellt sich eine zentrale Frage: Wird ein Mensch nach seinem gesellschaftlichen Status bewertet – oder besitzt jeder Mensch dieselbe Würde?
Die Episode macht Artikel 1 des Grundgesetzes emotional erfahrbar und zeigt, dass Menschenwürde nicht nur ein juristischer Begriff ist, sondern jeden Tag im Umgang miteinander gelebt werden muss.
In der dritten Episode geht es um Inklusion, Beteiligung, Mut und demokratisches Handeln. Die Teilnehmenden werden mit einer Situation konfrontiert, in der Wegschauen bequem wäre, Eingreifen aber notwendig sein könnte. Die Episode zeigt, dass Demokratie nicht abstrakt ist, sondern vom Handeln einzelner Menschen lebt.
Themen: Partizipation, Inklusion, Zivilcourage, Solidarität, demokratische Verantwortung
Die Enthüllungsjournalistin Julia Ehrlich erhält Hinweise auf einen Korruptionsfall. Ein Bürgermeister soll sich bestechen lassen haben, um den Abriss eines Jugendzentrums zugunsten eines Büroprojekts zu ermöglichen.
Gemeinsam mit ihrer Kollegin recherchiert sie die Vorwürfe. Doch je näher die Journalistinnen der Wahrheit kommen, desto größer wird der Druck. Politiker, wirtschaftliche Interessen und persönliche Risiken geraten in Konflikt mit dem öffentlichen Interesse.
Die Jugendlichen werden Teil der Geschichte und erleben, warum Pressefreiheit für eine Demokratie unverzichtbar ist. Sie müssen Informationen bewerten, Quellen hinterfragen und Entscheidungen treffen.
Die Episode zeigt, dass Meinungsfreiheit Verantwortung bedeutet und dass Demokratie auf Menschen angewiesen ist, die bereit sind, für Wahrheit und Transparenz einzustehen.
Die virtuelle Begleiterin Alithea führt die Teilnehmenden durch einen interaktiven Demokratie-Parcours.
Statt trockener Wissensabfragen erwartet die Jugendlichen eine Reise durch zentrale Grundrechte und demokratische Fragestellungen:
Alithea stellt Fragen, fordert Entscheidungen heraus und regt zur Diskussion an. Dadurch wird Demokratie nicht nur erklärt, sondern aktiv erlebt.
Durch die Verbindung von immersiver VR-Erfahrung, spielerischer Interaktion und reflektierenden Fragen entsteht ein niedrigschwelliger Zugang zu politischer Bildung — anschaulich, emotional und aktivierend.
Die einzelnen VR-Episoden und das Demokratie-Quiz mit Alithea machen das Projekt zu einem modularen Lern- und Erlebnisraum. Jugendliche sollen demokratische Prozesse nicht nur theoretisch verstehen, sondern in konkreten Situationen erleben, hinterfragen und diskutieren.
So entsteht ein innovatives Format zwischen Film, Virtual Reality, Games, politischer Bildung und Medienkompetenz — entwickelt aus Karlsruhe für junge Menschen, die Demokratie als lebendigen Prozess erfahren sollen.
Die VR-Episoden und das Demokratie-Quiz können perspektivisch in Workshops, Schulprojekten, Jugendzentren, Demokratieveranstaltungen, Festivals und medienpädagogischen Formaten eingesetzt werden. Sie eignen sich besonders für Gruppen, die sich kreativ, diskursiv und interaktiv mit demokratischen Werten auseinandersetzen möchten.
Sie möchten das Projekt unterstützen, eine Kooperation anfragen oder die VR-Erfahrung in einem Bildungsformat einsetzen?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf — wir freuen uns über Partner aus Bildung, Kultur, Medien, Jugendarbeit und Demokratiearbeit.
Ein Gemeinschaftsprojekt von Filmboard Karlsruhe e. V. mit dem Lions-Club Karlsruhe-Mitte und der Hochschule Karlsruhe – Institut für Intelligente Interaktion und Immersive Erfahrung.