Die Filmfestivals in Baden-Württemberg sehen im neuen Koalitionsvertrag von Grünen und CDU ein wichtiges Signal für die Zukunft der Filmkultur. Besonders die angekündigte „Weiterentwicklung der Filmfestivals“ weckt Hoffnung auf stärkere Förderung, mehr kulturelle Sichtbarkeit und nachhaltige Unterstützung. Auch die INDEPENDENT DAYS|Internationale Filmfestspiele Karlsruhe zeigen, wie unverzichtbar Festivals für unabhängige Filmkunst, Nachwuchsförderung und kulturellen Austausch sind.
Wie positionieren sich CDU, Grüne, SPD, FDP und Die Linke zur Filmförderung in Baden-Württemberg? Das Netzwerk der Filmfestivals hat nachgefragt. Während Grüne und SPD auf Ausbau und stärkere Standortpolitik setzen, betonen CDU und FDP Strukturreformen und Effizienz. Die Linke fordert Planungssicherheit und soziale Standards. Ein Überblick über die filmpolitischen Konzepte zur Landtagswahl 2026.
Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) bekommt eine neue Spitze: Ab Juli 2026 übernimmt Wiebke Wiesner die Geschäftsführung von Carl Bergengruen, der nach 13 Jahren in den Ruhestand geht. Wiesner, derzeit bei der Produktionsallianz tätig, gilt als erfahrene Netzwerkerin und leidenschaftliche Filmförderin. Kunststaatssekretär Arne Braun lobte ihre Kompetenz und Energie, mit der sie den Film- und Medienstandort Baden-Württemberg strategisch in die Zukunft führen werde.
Baden-Württemberg hat eine reiche Filmfestivallandschaft. Im Rahmen der Filmschau Baden-Württemberg findet am Freitag, 9.12.2022, ein Panel statt, auf welchem die Potenziale und bestehenden Herausforderungen baden-württembergischer Filmfestivals diskutiert wird. Neben den Autoren des Buchs „Filmfestivals: Krisen, Chancen, Perspektiven“ nehmen Nadine Knobloch, Festivalmanagerin der INDEPENDENT DAYS Karlsruhe, und Sascha Keilholz, Festivalleiter des Filmfests Mannheim-Heidelberg teil.
Kunst und Kultur erhalten weitere Corona-Soforthilfen in einem Gesamtumfang von 50 Millionen Euro. Darüber hinaus wurden bereits mehr als 75 Millionen Euro Soforthilfe an notleidende Künstler direkt ausgezahlt. Die Mittel aus dem Nothilfefonds sind insbesondere für die privat getragenen kulturellen Einrichtungen wie Soziokulturelle Zentren, Privattheater, Orchester und musikalische Ensembles, jährlich wiederkehrende Festivals und Festspiele, Kunstvereine und Freilichtmuseen vorgesehen.